Monatsinfo II/2018

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

am 14. März 2018 fand die Jahrespressekonferenz des Verbands der Auslandsbanken statt, die sich schwerpunktmäßig mit dem Brexit befasst hat. So haben wir berichtet, dass diejenigen Banken, die Brexit-bedingt über Verlagerungen nachdenken, weiterhin ein starkes Interesse am deutschen Finanzplatz haben. Zudem haben wir die Leistungen der Aufsicht und Politik in den letzten 18 Monaten positiv hervorgehoben, aber auch darauf hingewiesen, dass unter anderem beim Kündigungsschutz und bei der Internationalisierung des Rechts weiterhin Handlungsbedarf besteht. Letzteres ist vor dem Hintergrund problematisch, dass das deutsche Recht international oft nicht in Rahmenverträgen vereinbart wird, weil Gerichte diese auch im kaufmännischen Verkehr genauso wie allgemeine Geschäftsbedingungen für Verbraucher prüfen. Ferner haben wir prognostiziert, dass infolge des Brexit rund 20 Institute ihre Präsenz am Finanzplatz ausbauen und in den nächsten zwei bis drei Jahren bis zu 5.000 neue Stellen schaffen, die in weiten Teilen lokal besetzt werden. Trotz der gestiegenen Wahrscheinlichkeit für eine Übergangsfrist bis Ende 2020 planen die betroffenen Häuser nach wie vor, am 29. März 2019 voll operative Einheiten in Deutschland zu haben, da frühestens im Herbst feststehen wird, ob es tat-sächlich eine solche Frist geben wird. Weiterhin haben wir über die stabilen Mitarbeiterzahlen in den Mitgliedsinstituten informiert, die auf die guten Rahmenbedingungen und die nach wie vor prosperierende deutsche Volkswirtschaft zurückzuführen sind. Auf Grund der Erwartung des sich weiter internationalisierenden Finanzplatzes haben wir ferner angekündigt, dass der VAB noch mehr Informationen in englischer Sprache zur Verfügung stellen und englisch-sprachige Arbeitsgruppen anbieten wird. Hierüber werden wir die Mitglieder in Kürze informieren. Nun wünsche ich Ihnen aber erst einmal eine schöne Osterzeit.

Beste Grüße
Dr. Oliver Wagner
Geschäftsführer

Monatsinfo II/2018

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