Geschäftsmodelle

Die Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Rechtsformen ausländischer Institute unterscheiden sich teilweise erheblich. Doch alle haben eine wesentliche Gemeinsamkeit: Sie befinden sich mehrheitlich in ausländischem Besitz und sind Teil eines international aufgestellten Konzerns.

 

Dank der Konzernzugehörigkeit können sie in Deutschland mit einer schlanken Geschäftsstruktur auftreten und sich gezielt bei ihrer Geschäftsausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Diese Spezialisierungen ermöglichen es den ausländischen Anbietern, ihre Dienstleistungen - sei es im Banken-, Fonds- oder Leasing-/Factoring-Bereich - besonders effizient zu erbringen.

 

Als Rechtsform wählen ausländische Finanzinstitute Tochtergesellschaften oder eine Zweigniederlassung. Dies hat nicht nur gesellschafts- und steuerrechtliche Gründe, sondern ist auch für die Frage der Beaufsichtigung entscheidend. Denn ihre Geschäftstätigkeiten werden von staatlichen Stellen überwacht.

 

Wenn es sich um eine Zweigniederlassung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) handelt, sind dafür die Behörden des Heimatstaats zuständig, mit Ausnahme einiger Geschäftsbereiche. Bei Filialen ausländischer Finanzinstitute außerhalb des EWR oder (juristisch selbständigen) Tochtergesellschaften erfolgt die Aufsicht hingegen so wie bei deutschen Instituten. Zuständig ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie - wenn es sich um eine Bank handelt - die Deutsche Bundesbank.